Klimakrise 

oder 

Bewusstseinskrise?

Ist die Klimakrise möglicherweise die äußere Erscheinung eines inneren Konfliktes?
Versuch einer Neubewertung.


Nun ist „er“ dingfest gemacht, mit der Klimakrise und dem Menschen als Verursacher scheint die Lösung gefunden. Bei der Problemanalyse orientieren wir uns üblicherweise an den äußeren Wirkungen, schauen ggf. eine gewisse Zeit zurück. Und nun müssen alle zusammen stehen, der drohenden Katastrophe entgegen zu wirken. Doch sind wir damit wirklich aus dem Schneider? 
 Oder ist das ein weiterer Pyrrhussieg? „Denn noch ein Sieg, und wir sind verloren!“ 

Da wären noch weitere gewaltige Bedrohungen: 

  • die Ernährungsfrage für alle Menschen, manche nennen es Überbevölkerung
  • die Waffenstarrende Welt, die diesen Planeten mehrmals auslöschen kann
  • durch Kriege ausgelöste Fluchtbewegungen
  • Armut weltweit, selbst in reichen Ländern
  • Ausbreitung von Wüsten
  • geringer werdende Bodenfruchtbarkeit
  • Artensterben
  • die Vermüllung zu Land und zu Wasser, große Mengen Plastik finden sich in den Mägen von Wildtieren… usw.


Bei diesen Weltkrisen sollte die Frage nicht gescheut werden, ob wir das als Menschheit überhaupt bewältigen können? Bei dieser Frage besteht jedoch ein absolutes Denkverbot. Die Reaktion der Politik aber auch vieler anderer ist vergleichbar des vor der Schlange erstarrten Kaninchens. 

Ab wann ist es erlaubt, bestimmte Hintergründe klar beim Namen zu nennen, ab wann geboten? 
Aber halten wir „Aufgeklärte“ gewisse Überlegungen, gar Einsichten in unserer Traumvorstellung vom Leben überhaupt aus? 
Und wie viel Leid will der Einzelne als auch die Gesamtheit noch ertragen, ehe hinter den Kulissen der Kulissen gesehen werden will? 

Wer, wie wir Menschen, die eigene Lebensgrundlage zerstört, was kann jener wirklich verstehen? 
Vor diesem Hintergrund sei die Frage erlaubt, ob da wirklich solch ein Lebenswille entgegen aller Beteuerungen vorhanden ist? 

Allein die Überlegung, den Mars als möglichen Lebensraum in Betracht zu ziehen, ohne dass wir Menschen überhaupt wissen, woher alles, inklusive der Spezies Mensch, kommt, ist völliger Nonsens. Falls das überhaupt möglich wäre, würden wir doch nur unsere selbst gemachten Probleme dorthin mitnehmen. 

Wir haben weltweit ein Wirtschaftssystem aufgebaut, das, wie in der Tierwelt ebenso, auf Konkurrenz basiertes fressen und gefressen werden gründet. Wobei wir Menschen den größten Profit zu generieren suchen. Kann man da ernsthaft von geistiger Gesundheit sprechen? Nein, das ist eindeutig Flächen deckender Selbstmord auf Raten. Doch wo sind die Fachleute auf diesen Gebieten, wo deren Aufschrei darüber? 
Erst ein 16-jähriges Mädchen musste die Menschenmassen aufzurütteln versuchen. Und Staats- und Regierungschefs liegen ihr aus Publikrelationsgründen fast zu Füssen. 

Es geht bei diesem Essay nicht darum, die Wahrheit zu lehren. Es geht darum, anzuregen, dass sich zunehmend mehr Menschen aufmachen, die enormen, eigentlich unendlichen Widersprüche unseres Seins sehen zu lernen und daraus eigene Fragen zu formulieren. Denn jeder hat seinen individuellen Erkenntnisweg, nur dazu sollen diese Gedanken Anstoß geben. 

Einmal grundsätzlicher betrachtet: 
Wir Menschen existieren hier in dieser Welt, in einem riesigen Kosmos, und verstehen, bis auf viele Mutmaßungen, eigentlich nichts über Hintergründe von all dem, was uns umgibt und dem, was wir selber sind. Ein Blatt im Wind, dass kurze Zeit vom Baum herunter flattert, nichts wissend über irgend etwas, und das wars! 

Welche Gefangenschaft könnte größer sein? 


Und da wir immerzu mit unserem körperlichen Lebenserhalt beschäftigt sind, und auch noch die kleinen Freuden im Alltag ersehnen, scheint kein Raum, sich dieses Gefängnisses bewusst zu werden.
Bei klarem hinsehen wird zudem deutlich, dass da am Ende noch die „Todesstrafe“, für nicht wenige, die „Todesbelohnung“ als Sahnehäubchen wartet.
Doch die Frage, wer ist hier Schöpfer, wer Richter, wer Henker, wo wird diese gestellt?

Um dieses Gefängnis erträglicher zu machen, gibt es Religionen mit ihren guten und weniger guten Göttern und vielen anderen philosophisch-geistigen Strömungen. Dorthin projizieren wir dann die hier niemals erfüllbaren Wünsche auf eine mögliche spätere Existenz.

Für die, die sich zu solchem nicht hinwenden mögen und es sich leisten können, bietet der irdische Konsum eine Ersatzwelt des Vergessens, besser, eine des Verdrängens, bis eben auf den letzten Rest. Doch achselzuckend wird gesagt, wo gehobelt wird, fallen zwangsläufig Späne.

Aus diesen wenigen Überlegungen heraus scheinen ein paar konkrete Fragen mehr als angebracht:
Setzen wir im Umgang mit der Klima- und weiterer Welt-Krisen möglicherweise die falschen Vorzeichen, indem wir bei der Suche nach Lösungen unbewusst Annahmen voraussetzen, die üblicherweise logisch erscheinen, bei näherem hinsehen das Ergebnis zwangsläufig verfälschen und wir daher paradoxerweise in immer größere Schwierigkeiten geraten?

Einstein:
Die Probleme werden nicht mit der gleichen Idee gelöst werden, durch die sie entstanden.“ Schaut man genauer hin, nichts anderes, als das, geschieht. Da ist kein grundsätzliches umdenken.

Der Glaube an eine vom wahrnehmenden Subjekt unabhängige Außenwelt liegt aller Naturwissenschaft zugrunde. Da die Sinneswahrnehmungen jedoch nur indirekte Kunde von dieser Außenwelt bzw. vom “Physikalisch-Realen” geben, so kann dieses nur auf spekulativem Weg von uns erfasst werden. Daraus geht hervor, dass unsere Auffassungen vom Physikalisch-Realen niemals endgültige sein können. Wir müssen stets bereit sein, diese Auffassungen, d.h. das axiomatische Fundament der Physik zu verändern, um den Tatsachen der Wahrnehmungen auf eine logisch möglichst vollkommene Weise gerecht zu werden.“

Doch war er nicht sehr zuversichtlich, wenn er meinte: „Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“

Es gibt im Universum eine geistige Wirkungsweise, die dem menschlichen Geist weit überlegen ist.“  Nicht nur Einstein, viele bekannte Forscher sahen und sehen einen Zusammenhang weit über die Physis hinaus.

Wobei manch heute bekannte Überlegungen schon sehr viel weiter reichen, als je zuvor. Naturwissenschaft, Philosophie und Spiritualität finden sich vermehrt in einer Art, dass wir auf die zukünftigen Ergebnisse gespannt sein dürfen. Doch diese zu mehren, sich jeder durch eigene Fragestellungen zu dieser Aufgabe verpflichtet fühlen sollte.

Bei der Frage nach dem „richtigen“ Umgang mit Weltkrisen wäre es sinnvoll, näher auf die Vorzeichen bezüglich folgender Grundfrage einzugehen:
Wodurch ist Alles (Quantität) und wozu (Qualität)?“ 
Wobei das „wozu“ sich für den einen oder anderen im Laufe des Textes ergeben könnte. 

  • Wodurch ist Alles? 

Es gibt, wenn wir nach der Ursache aller Materie fragen, eigentlich nur zwei Grundtheorien. Die eine bezieht sich auf den Urknall, dem Big Bang, die andere auf ein Schöpferwesen.

Wissenschaftlich wird die Urknall-Theorie favorisiert:
Infolge des Urknalls entstand voraussetzungslos, also aus dem Nichts, ein Universum mit Zeit und Raum und in diesem eine unübersehbare Zahl von Aspekten.

Indem wir diese Theorie anerkennen, setzen wir die Wirklichkeit von Materie voraus und damit zwangsläufig alles, was wir damit verbinden: Diesen Kosmos, diese Welt, die in ihr lebenden Körper sowie alle Erfahrungen damit und letztlich diese Art Wirklichkeit selber.

Dieser Annahme steht jedoch völlig der Kausalität entgegen, die besagt, ohne Ursache keine Wirkung und umgekehrt. Der einfache Rückschluss demzufolge drängt sich auf, diese Art Universum kann nicht wirklich sein, da sie eine Wirkung ohne Ursache ist.

Diese Welt, woher kam sie?
Wie wir aus der Wissenschaft wissen, aus dem Nichts. Und was ist das Nichts anderes als Illusion. Und genau dorthin wird sie einst entschwinden müssen, weil alles, ebenso der menschliche Körper, wie jeglicher Aspekt hier auf Erden und im gesamten Kosmos, dorthin entschwinden muss, woher alles kam, ins Nichts, dort wo die Illusionen ihre Heimat haben.

Das würde in der Konsequenz bedeuten, dass dieser Welt, diesem Universum inklusive Menschen als auch der Zeit, insgesamt nicht das Prädikat „Wirklichkeit“ verliehen und demzufolge der Urknall mit allen Folgen niemals als wirklich geschehen vorausgesetzt werden kann.

Kann es sich daher anders als um einen in unserer jetzigen Wahrnehmung irgendwie gearteten illusionären Kosmos handeln? Doch von welcher Art dieses „unwirkliche“ Universum?

Ich möchte die Urknalltheorie um einen denkbaren Aspekt erweitern.
Möglicherweise bestand „vor“ dem Urknall ein rein geistiger Zeit-, Raum- und Materieloser Zustand, der aufgrund eben dieses nichtphysischen Zustandes mit den uns bekannten Methoden nicht erforschbar sein kann. Da gibt es kein Hintergrundrauschendes Echo, da dieser Zustand nie erschaffen wurde, weil er ewig bestand, weil er ewig ist und dieser weiterhin ewig besteht. Denn wie wollte sich die Zeit in die Ewigkeit einmischen?

Dieser nichtphysische Zustand könnte der des „Himmels“ vor Beginn der materiellen Welt gewesen sein, der Garten Eden oder auch das Paradies. Diesen Zustand nenne ich hier den ersten.

Der Auslöser für den Big Bang könnte im übertragenen Sinn jenes Ereignis gewesen sein, welches in der Genesis der Sündenfall genannt wird oder anderer vergleichbarer mythologischer Erzählungen.

Adam gilt als der Urvater der Menschheit, oder auch als „der Mensch“ allgemein. 
Und Gott ließ über Adam einen Schlaf kommen, doch von aufwachen ist in der Bibel nirgendwo die Rede. Dieser Hinweis kann auch dahin gehend verstanden werden, dass dieser Schlaf als Illusion zu bewerten wäre, und Adam (die gesamte Menschheit) wie es seit Äonen anzudauern scheint,daraus (noch) nicht erwachte. 

Wenn also aus dem 1. (geistig) Zustand der 2. (physisch) entstand, so könnte man davon ausgehen, dass der 1. die Ursache und der 2. dessen Wirkung war. Stellt man hier die Frage nach der Wirklichkeit, so kann man dem 1. wohl eher Wirklichkeit zusprechen, nicht zuletzt, weil dieser schon bestand. 

Wäre also aus dem 1. der 2. entstanden, so erschienen damit zwei völlig gegensätzliche, nicht miteinander kompatible Zustände, demzufolge entstand Materie (2) aus Geist (1). 

Doch was sollte den 1. Zustand veranlassen, den 2. zu kreieren, diesen zu ermöglichen? Wie gesagt, laut Bibel könnte es der Sündenfall sein. 

Wenn also der 1. Zustand, den wir Wirklichkeit nennen, einen 2. völlig inkompatiblen Zustand herstellt, kann dieser dann ebenso wirklich sein, wie die Wirklichkeit selber? 

Und ist es vorstellbar, dass es so etwas wie ein Gegenteil zur Wirklichkeit geben könnte, wenn wir noch nicht einmal verstehen, was Wirklichkeit überhaupt ist? 

Der wunderbare Physiker, Hans-Peter Dürr, sagte bezüglich der Frage nach der Wirklichkeit, das seien alles kleine Wirks, und brachte damit zum Ausdruck, er wisse doch auch nicht, was diese sei. 

Doch wenn diese Welt unwirklich wäre, wer könnte Unwirklichkeit in dieser unwirklichen Welt beweisen? Wären das nicht Illusionen von Illusionen? Gleich dem nächtlichen Traum, der ebenso wenig, nicht einmal für den Träumer selber, beweisbar ist? 

Wie bei der ersten Annahme bezüglich der Kausalität bleibt also die zwingende Frage, was ist dieser Kosmos, diese physische Welt, die wir als eine solche wahr nehmen, oder wahr zu nehmen meinen, für ein Gebilde, wodurch und wozu entstand sie? 

Diese Gedanken ernsthaft weiter zu denken, wird wahrscheinlich weit über die Alltagsvorstellung hinaus und in jeden Lebensbereich hinein undenkbare Konsequenzen nach sich ziehen. 

Und es kann sehr hilfreich sein, genau in diesem Moment, in dem von einer solchen Ungeheuerlichkeit zu lesen ist, in sich zu schauen, welche Abwehrhaltung umgehend aufsteigt, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. 
Doch eben an dieser Stelle beginnt das Problem, dass wir nicht wirklich wissen wollen, was uns irgendwie bedrohlich erscheint. Der Vogel Strauß hilft in keinster Weise, denn an dieser Stelle scheint sich die gesamte Existenz für Leben oder Tod zu entscheiden. 

Mir ist klar, das sind sehr große Worte. Und doch, wer fähig ist, sich erst einmal in Ruhe derlei Ideen zu durchdenken, der wird bestrebt sein, es weiter gehend zu überprüfen, denn dafür ist das hier geschilderte zu heftig, um es einfach als nichtig abzutun. 

Hier reichen die Ansichten der Physik allein nicht mehr. Hinweise aus der Menschheitsgeschichte könnten der Beantwortung dieser Frage aus anderen Blickwinkeln näher kommen. 

Solcher Art Fragen aufzugreifen, die die gesamte Menschheit betreffen, wird wegen der irdisch prekären Zustände wahrscheinlich zunehmend drängender werden. 

Sollte also der Urknall möglicherweise als Ursache nicht in Frage kommen, ist es angebracht, die andere zu untersuchen, also die eines Schöpfergottes. Doch weil auch hier der Mensch die wahrnehmende Schaltstelle ist, wenden wir uns zuerst diesem zu. 

  • Was ist der Mensch? – was der menschliche Körper? – Laufbursche des Geistes? 

Allein schon die Aussage „mein“ Körper, verweist darauf, dass es einen Unterschied zwischen diesem Körper und dem, was „mein“ sagt, geben muss. Allgemein sprechen wir dann vom Ich.

Der Tastsinn z.B. gibt einen Impuls von der jeweiligen Körperstelle an das Gehirn, und wir haben den Eindruck, an jener Stelle würde das Gefühl stattfinden. Doch selbst das Gehirn, so zeigen Bild gebende Verfahren, ist nicht fähig, zu fühlen, gar zu denken. Es scheint als eine physische Zwischeninstanz für eine nächst höhere Erkenntnis-Ebene zu wirken. Der Sinnesprozess besteht aus Codierungen, ebenso aus Decodierungen. Nicht anders scheint es mit den zielgerichteten Handlungen anderer Sinne zu geschehen.

Einzig bestimmte Abläufe sind im Scanner als Gehirntätigkeit rein quantitativ erkennbar.
Im Gehirn selbst gibt es keine Bilder oder Farben, sondern wie in einem Computer nur bestimmte Schaltzustände. Einen neuronalen Zustand kann man sich als imaginäre Fotografie vorstellen, auf der alle Aktivitäten aller Neuronen zu einem bestimmten Zeitpunkt abgebildet sind. Zwischen diesem neuronalen Zustand und einem einfachen Bewusstseinserlebnis, wie etwa einer Farbempfindung, besteht kein offensichtlicher Zusammenhang. Die Kluft zwischen der gemessenen Gehirnaktivität und dem Erlebnis des tatsächlichen Denkvorgangs bleibt unüberbrückbar.

Diese nächste Ebene könnte Ich-Bewusstsein genannt werden. Und dieses Bewusstsein scheint die Instanz fürs denken, fühlen, wahrnehmen etc. zu sein. Doch jene Prozesse, und ebenso die Instanz selber, sind mit keinem Verfahren nachweisbar. Die Qualität dieser Inhalte, also die Bilder, die Vorstellungen, die Gefühle bleiben in dieser Blackbox verborgen. Einzig die wahrnehmende Instanz kann darüber Auskunft geben. Und dieses geistige Ich, ist jenes, das den Körper tun lässt, was er in dieser Welt tun soll.

Wenn also der Körper nicht eigenmotiviert handeln kann, was ist er dann?
Kann man ihm ein eigenständiges Leben zusprechen, wenn er doch nur auf Anweisung reagiert?
Ist er „lediglich“ ein Objekt, ein Ding, welches für ein tätig sein in dieser Welt die Grundlage bildet, um Erfahrungen machen und erst im folgenden Schritt darüber Einsichten und Rückschlüsse auf einer rein geistigen Ebene gewinnen zu können?

Im Rückschluss bedeutet das, er Körper kann nicht sehen, nicht hören, nicht fühlen und alles das nicht, was ihm üblicherweise zugeschrieben wird. Das alles kann einzig der Geist, der diesen durchdringt.

Der menschliche Körper ist gerade mal zu den alltäglichen Dinge fähig. Die Sinne vieler Tierarten übertreffen in ihrer Spezialisierung weit die des Menschen. Wir versuchen, das mittels Technik auszugleichen.

Da gibt es noch die fast nie gestellte und daher völlig unbeantwortete Frage:
Wie kann ein individuelles Bewusstsein, jener Geist eben, in einem Körper entstehen?

Goethe: Der Mensch ist ein dunkles Wesen. Er weiß nicht, woher er kommt, noch wohin er geht, er weiß wenig von der Welt und am wenigsten von sich selber.“ 

  • Der Gott der Bibel: Schöpfer- oder Rachegott? 

Im Christentum wird ein Gott verehrt, der die Liebe selber sein soll und doch seine Schöpfung, die Menschen, Tiere etc., seit Urzeiten in dieser irdischen Hölle hält, die schon allein, um den menschlichen Körper zu erhalten, ein Leben aus unendlich viel Mühsal die Grundlage bildet. 

Sollte ein irgendwie gearteter Sündenfall existiert haben und „er“ uns aufgrund dessen diese irdischen Bedingungen aufgezwungen hat, wie kann solches mit (s)einer Liebe in Übereinstimmung gebracht werden? 

Wer kann behaupten, dass eine Tat, geschehen vor unvorstellbar langen Zeiten, geschehen vor unzähligen Generationen, eine Übertretung des Ungehorsams, welches jedes Kind in jungen Jahren unzählige Male begeht, mit einer solchen Strafe gerecht geahndet wird? 

Würde ein Mensch sich so grausam verhalten, dieser würde als völlig schizophren gelten und auf ewig eingesperrt. Denn dieser an Grausamkeit nicht zu überbietende Gott des Alten Testamentes stellt sämtliche Schandtaten aller grausamen irdischen Herrscher weit in den Schatten. 

Wenn also dieser Gott des AT im Christlichen Glauben als wirklich vorausgesetzt wird, wie es wohl in dieser Religion weltweit Abermillionen glauben, wird man ggf. für lange Zeiten bestimmte Fragen nicht stellen, und mögliche Illusionen, die dieses Glaubensbekenntnis an ihn mit sich bringen, werden immer weiter von der Frage nach (s)einer Wirklichkeit wegführen. 

Und ich hörte sehr nachdenkliche Begründungen von Christen, die „sein“ äußerst brutales Vorgehen inklusive der Naturkatastrophen, unter denen so viele litten und leiden, als menschlich verschuldet rechtfertigen?! 

"in der Zeugung schon liegt der Tod - wer denkt darüber nach
bist du ein freundlich` Gott - mir bereitest derart Ungemach?

blökend` Schaf will ich nicht sein - such dir dafür andre Leute
unterwürfig ein Leben lang - bin dir dafür keine Beute

für viele du reine Liebe bist - was bist du wirklich für ein Wesen
gibst Leben nimmst es ebenso - kann sich kein Mitleid in dir regen?

bist Richter und Henker in einer Person - zeige deine Anklage hier
was tat ich schlimmes dir Gott - dass du so grausam bist zu mir?

tat ich dir solch schweres Leid - sicher nicht in diesem Leben
doch deine Rache kommt in dieser Zeit - kannst du denn nicht vergeben?

mag ja sein, dass ich ging fehl - den Hintergrund kann ich nicht sehn
dann wär`s irdisch` Gerechtigkeit - du gäbst mir diesen zu verstehn

denn dieses allzeit tödlich` Spiel - bringts dir oder sonst wem Lust
Christ am Kreuz, ihm wars gegeben - weißt denn du, was du tust?"


Dieser „liebende“ Schöpfer war der Bibel zufolge völlig unsouverän der erste überhaupt, der nach dem Sündenfall Rache-Gedanken in diese Welt brachte. Wie kann solch ein Schöpfergott verherrlicht werden? Wo ist das entsprechende Bewusstsein dafür? 
Sind sich aufgeklärt nennende Christen dieses absolut wahnsinnigen Widerspruchs nicht bewusst und fühlen nicht, was sie da tun? 

Die, die nichts mit dieser Kirche zu tun haben wollen, gehen von ihr. Deren Schriftgelehrte suchen diese elenden Widersprüche zu rechtfertigen. Aber es regt sich auf Vernunft beruhender Widerstand: 

"denn er liebt nur einen Sohn – ließ ihn martern, welch ein Hohn
vor solchem Gott sei gewarnt – doch wurde er schon ganz enttarnt
Voltaire vor Zeiten hats erkannt – mit klaren Worten es benannt
Gott schöpft sein Eben-bilde – der Mensch hat gleiches stets im Schilde“
 


Doch immer noch wird nach tragischen Ereignissen in dieser Welt jener Gott um Hilfe gebeten. Allem Beten zum Trotz, hilft es irgendwo? Denn diese erschreckenden Ereignisse sind weltweit weiterhin der Alltag der Menschheit. 


  • Jesus (Christus?) 

Um obigen Fragen auf die Spur zu kommen, ist es sicher sinnvoll, sich mit Jesus, dem Zugpferd der Christlichen Kirche, zu befassen.
Kam er dem Auftrag seines Himmlischen Vaters nach, ließ sich kreuzigen, damit wir Menschen von dieser imaginieren Ur-schuld erlöst werden, somit des Herrschers brutaler?! Rettungsplan erfüllt werde?
Wollte er wirklich mit dem Himmlischen Herrscher hier auf Erden eine kirchliche Dependance gründen, es sich dann wieder für Äonen in himmlischen Ferien gut gehen zu lassen?

Hat Jesus wirklich aufgrund des Geheißes dieses Gottes gehandelt, indem er sich auf dessen Befehl kreuzigen ließ? Das göttliche Kerbholz konnte das sicher auch noch verkraften.

Könnte Jesus somit sein blinder untertänigster Diener gewesen sein, der nicht wusste, was er tat und ebenso wenig von diesem Gott wusste, da er doch vom gütigen Vater sprach?

Alles was über Jesus bekannt ist, ist nicht von ihm, sondern von anderen über ihn. Sollte er also jene Wunder bewirkt haben, die ihn so hervor heben, so muss er imstande gewesen sein, die Naturgesetze völlig außer Kraft zu setzen.

Denn Tote zu erwecken, den Sturm abzuwehren, die Nahrung zu vervielfältigen und mehr und zu guter Letzt den eigenen, völlig zerschundenen Körper, seinen Tempel, in 3 Tagen wieder aufzubauen, erfordert Fähigkeiten, die ganz sicher übersinnlicher Natur und damit nicht von dieser Welt sind.

Doch wird im Zusammenhang mit dem Kreuzweg als auch der Kreuzigung nie die Frage gestellt, ob Jesus denn durch dieses Geschehen überhaupt hat leiden müssen? Wer obiges kann, der wird aller Logik nach auch kein eigenes körperliches Leid erleben müssen, so er nicht will, da für seinen Körper gleiches wie für die Wunder gilt. Analog dazu: Mirin Dajo, 1946 - 1948, Basel.

Jesus wird aller Wahrscheinlichkeit nach daher diese unwirkliche Welt als solche erkannt, seinen Körper transzendiert und dadurch die Begrenzungen der physischen Welt aufgehoben haben.

Sollte er über diese unglaublichen Kräfte verfügt haben, so kann man davon ausgehen, dass er ebenso alles über die Hintergründe dieser Welt wusste und wohl auch über jene, die mit seiner Heimat, dem „Himmel“, zusammen hängen, wenn er sagte, er sei nicht von dieser Welt, lediglich in ihr. Könnte ein Wissender wie er einen solchen Vater lieben, der solch grausame Gesetze über die Menschheit verhängt?

Nicht wenige befassen sich mit diesen Aspekten, doch zumeist in Form von Kirchen- oder Bibelkritik. Aber was ist mit diesen vielen Gläubigen, die die Kirche finanziell und ideell unterstützen? Sehen sie nicht diese offensichtlichen Widersprüche?
Welche geistig-seelischen Beweggründe haben sie, dieses Glaubenssystem für richtig und diesen Gott für liebevoll zu erachten?

Wollte Jesus die Menschheit erlösen. Wovon? Von den irdischen Lebensbedingungen?
Bei allem guten Willen, die Existenz unter irdischen Bedingungen wird aufgrund unserer Körperlichkeit immer mühe- und leidvoll bleiben. Mag es auch freudige Stunden geben. Ein Leben lang braucht dieses Körper-Vehikel, mit dem wir uns zumeist völlig identifizieren,
beständige Pflege, beständige Sorge und endet gleichwohl einst im Nichts des Todes.

Haben wir Menschen da etwas so völlig falsch verstanden, wie es nur möglich ist, etwas falsch zu verstehen, was Jesus, diese außergewöhnliche Entität, mit tiefsten Einsichten, richtig stellen wollte, da er wahrscheinlich als erster die Illusion erkannte?

Er musste seiner Zeit in Gleichnissen sprechen, da die Menschen mit dem heutigen Verständnis von den Gegebenheiten nicht hätten umgehen können.

Wollte Jesus gar darauf hinweisen, dass es den Tod, wie wir diesen verstehen, gar nicht geben kann, weil der Geist die Materie gänzlich beherrscht und dass nicht nur Jesus, sondern alle Physis dieser Welt, inklusive aller Menschenkörper, in ihr nicht wirklich sind?

Und sah er seine Aufgabe auch darin, dass er das seit Äonen andauernde Leiden der gesamten Menschheit, welches jedes irdische Leben mit sich bringt, beenden helfen wollte, indem er versuchte, die Menschen aufzuklären?

Berücksichtigt man die anfangs genannten Einsichten über die Unwirklichkeit dieser Welt und seinen Ausspruch am Kreuz, „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen (fühlen) nicht, was sie tun“, so kann ein für heutige Menschen nachvollziehbarer Zusammenhang entstehen. Denn wer von uns Menschen weiß vor dem Hintergrund von unbewussten, alles umfassenden Illusionen, was er tut?

Kann man in Illusionen sündigen?
Diese Welt ist seit dem Sündenfall mit einer Schuld durch Adam und Eva konfrontiert, auf die üblicherweise die Rache folgt, hier in schwerwiegendster Art vom Schöpfer selber. Dieser von ihm gesetzte Grundimpuls legte sich wie ein Virus in so gut wie jeden Menschen über Generationen hinweg in Familien, Stämmen und Völkern. Nicht selten wird sich bis weit über den Tod hinaus gemieden und durch Verfolgung und Krieg bekämpft.

Solche gewaltigen geistig-seelischen Verstrickungen und Leid erzeugenden Schuld-Projektionen sind immerzu der Grundbaustein für illusionäre Welten, denn damit werden diese als wirklich geschehen verstanden und stabilisieren in der jeweiligen Wahrnehmung diese illusionäre Welt.

Auf der Rache-Grundlage entwickelte sich ein religiös/irdisches Welt-umspannendes Gerichtswesen. Und fast jeder hat von klein an reflexartig (s)ein privates Urteil parat, wenn jemand anderes etwas macht, was jenem Rechtsempfinden nach eine Verurteilung wert ist.

Die Frage wäre, ob Jesus vor dem Hintergrund einer illusionären Welt den Menschen ebenso deutlich zu machen versuchte, dass in Unwirklichkeit jedwede Form von Schuld lediglich ein Fehler in der Wahrnehmung bedeuten könnte? Diesen als einen solchen zu verstehen, hätte keinerlei weitere Wirkungen auf irgendeiner Ebene.

Doch wer nimmt dieses ganz alltägliche Lebensleid, welches jede menschliche Existenz zwangsläufig mit sich bringt, in seiner Gänze noch bei sich selber wahr?
Das Leben härtet eben ab, wird argumentiert.
Nein, nicht selten stumpft derjenige selber ab, der sich so zu verteidigen sucht.

Wer genauer hinschaut, erkennt, dass wir den Druck, den unser Alltag von jungen Jahren an mit sich bringt, zumeist nicht bei uns selbst behalten, sondern wir geben diesen weiter, fügen anderen eben solchen Schmerz zu und finden, weil es zumeist unbewusst abläuft und das eigene Ego immer gewinnen will, gute Begründungen dafür, warum das jetzt gegen den anderen so sein musste.

Doch lässt man sich vom Angriffsgehabe eines anderen nicht täuschen, sondern sieht dessen tiefere Not, weil die gleiche ich in mir erkannt habe, so ist jede dieser Taten letztlich ein Ruf nach Liebe. Wir alle, ohne Ausnahme, sind extrem auf der Suche nach dieser Liebe, die wir in Illusionen niemals finden werden.

Menschwerdung bedeutet zuvorderst, den anderen vor der eigenen Willkür, diesen tief in jedem menschlichen Wesen verankerten selbstsüchtigen Angriffs-Urmechanismus zu schützen, indem ich diesen bei mir selbst erkennend mitfühlen will.
Ein Verhaltensmuster in der gesamten Menschheitsgeschichte von Beginn an, welches mit jenem Gott begann. Ebenso rechtfertigte sich Kain, indem er sich von seinem Bruder distanzierte, er sei nicht dessen Hüter. Und weil wir Menschen so verwirrt sind, wer denn nun der Bruder, oder auch der Nächste sei, gab Jesus das wunderbare Gleichnis vom Samariter.

Ist möglicherweise jeder von uns der Nächste, weil der wirkliche Schöpfer keinerlei Unterschied bei seiner Schöpfung macht, egal, wie und wo „Seine Kinder“ meinen sich aufzuhalten?

Gab Er allen, wie berichtet wird, Seinen freien Willen, so bestünde die Möglichkeit, dass der Sohn (Adam) in seinem (Alp-) Traum vermeint, alles hier, „fernab“ von Ihm, sei die Wirklichkeit. Aber beinhaltet des Vaters Wille, dass Sein Sohn sich in Illusionen Schmerz und Leid zufügen könnte? Und könnte ein liebender Schöpfer dieses unsagbare Elend in der Welt zulassen?

Ein liebender Vater lässt nicht zu, dass sein Kind sich Schaden zufügt oder seine eigene Zerstörung wählt. Es mag zwar um Verletzung bitten, doch sein Vater wird es trotzdem schützen.“ (EKiW) 

Um der Lösung dieser Problematik näher zu kommen, die Frage: Könnte es sein, dass Jesus „einer von uns“ ist, der Primus inter Pares, der Erste unter Gleichen, und dort, wo Illusionen undenkbar sind,die Söhne gemeinsam den einen Sohn, den Christus bilden, zusammen mit dem Heiligen Geist und Ihm als dreieinige Nondualität? 

Aus dieser Warte betrachtet würde so manches verständlich, worüber die Exegeten seit Urzeiten forschen und auch hier womöglich die falschen Vorzeichen setzten und weiterhin setzen. 

  • Sterben – Tod - ein Mysterium? 

Wer versteht das eine oder das andere in seiner tieferen Bedeutung? 
Oder hat es in der Wirklichkeit vielleicht keine? 
In unserer Kultur jedenfalls ist dieses für jeden außerordentlich einzigartige Ereignis scheinbar irgendwie nebensächlich. Und doch ein Einschnitt, wie er nicht größer sein könnte. 

Müssen wir eine Heimat verlassen oder kommen wir dadurch erst in eine, die das irdische Leid, in welcher Ausprägung auch immer, nicht kennt? 

Man könnte meinen, dass ab einem gewissen Alter vermehrt Gedanken dazu erwachen. Doch dem scheint ganz und gar nicht so. Das Desinteresse an diesem einzigartigen Ereignis könnte nicht größer sein. Ist das nicht ein riesiges Phänomen? 

Fast bis zum letzten Atemzug ist zumindest der abendliche Fernsehkonsum so üblich, wie das tägliche Essen. Und anschließend wird übergangslos in den Schlaf gedudelt. 
Ansonsten wird nicht selten von früher erzählt, da aktuell nur noch wenig neues geschieht. Sich ernsthaft mit anderen über das bevorstehende im eigenen Sein epochale Geschehen  auszutauschen, geschieht wohl höchst selten. Die Angst vor dem, was da so unbegreiflich und fast greifbar im Raume steht, wird zur beständig verdrängten Begleitung. 

In unserer scheinbar entwickelten Kultur haben wir es immer noch nicht so weit gebracht, dass dieser Übergang den Stellenwert erhält, der ihm gebühren sollte. 
Kann es im Leben eines Menschen etwas monumentaleres geben, wenn sich absolut alles, wohl in einem Moment, gänzlich ändert, zudem völlig unklar ist, wie und zu was es sich ändern wird? 

Niemals kann eine Neuausrichtung eines Menschenlebens größer sein, als dadurch, wenn der Körper vom Geist nicht mehr impulsiert wird, die Funktionen enden und für die anderen sichtbar übrig bleibt etwas ohne Wert, mag man auch noch so sehr am physischen Rest festhalten. 

Im Angebot sind unzählige Glaubenslehren, Vermutungen aber auch enorm viel Desinteresse, für ein Ereignis, das absolut jeden Menschen ereilen wird. Jedes andere Geschehen kann, dieses wird sein! 

Bei ein wenig nachsinnen wird jedem deutlich, dass Geist nicht sterben kann. Demzufolge wird dieser das Geschehen, wie auch immer, in irgend einer Weise realisieren, nicht anders, als vorher im Körper. Niemals war in dieser jetzigen Existenz eine Veränderung größer, egal was vorher geschah. 

Das gesamte Körpergefühl, das jemand vielleicht 80 Jahre als Ich, als sich selbst erlebte, fällt ab. Und das erlebt derselbe Geist, der sich noch einen Moment vorher aufs engste mit diesem Körper verbunden fühlte. Dieses könnte sich jeder vorstellen, dafür muss man nicht bis zur letzten Stunde warten. Doch das wird enorm verdrängt. So, als würde diese Situation niemals eintreten.

Die, die meines Alters sind, machen stattdessen einfach das weiter, was sie „immer“ taten, solange sie es können. Würde ein großes Ereignis die Welt bewegen, vielleicht sogar die Klimakrise konkretere Schatten voraus werfen, vielleicht hätte jener mehr Interesse an dieser äußeren Veränderung, als an seiner eigenen inneren. 
Warum also machen diese am Leben Erfahrenen, so gut es noch geht, wie selbstverständlich mit? Eigentlich weiß jeder, dass erst das Verdrängen Ängste schürt. 

Ist es der Tanz ums goldene Kalb, an dem man so lange teilnehmen soll und möchte, wie nur eben möglich, um ja nicht in die eigene Stille zu kommen. Eine Stille, die, womöglich ein Leben lang verdrängt, verständlicherweise auf Ablehnung stößt. Die Dämonen dessen, was als seelisch unerledigt mitgenommen werden würde, sind schwerlich auszuhalten. 

Verständlich wird es, wenn dieses Leben hier als alternativlos gesehen wird. Dann muss es bis zur bitteren Neige ausgekostet werden und der Übergang verbleibt geheimnisumwittert im Nebel, wird nicht willkommen geheißen, jedenfalls nicht offen, weil das gesellschaftlich nicht opportun wäre? 

Sollte ich aber doch nicht dieser Körper sein, der sich in meinen fortgeschrittenen Jahren wegen gewisser Alterserscheinungen sowieso nicht mehr ganz so amachelig anfühlt, wüsste ich keine andere Sinn gebende Möglichkeit, als ein geistiges Wesen zu sein. 
Mich wegen der Illusion einfach aufzulösen, wie ginge das? 
Müssen Geister im Geisterland Schmerzen erleiden? Ich weiß es nicht. 

Ich hörte und las viel über Nahtoderlebnisse. Im allgemeinen wurden diese als sehr glücklich beschrieben. Und vielleicht ist die Wirklichkeit dort, im Nachtodlichen, zu finden? 
Meine Schwester starb vor kurzem. Ist sie ggf. jetzt in der Wirklichkeit und schaut auf diese Welt im Wissen, dass hier alles unwirklich ist? Nur ist die Krux, dass es da für uns keine Verbindung zu geben scheint. Ja, dieser Übergang ist und bleibt das Mysterium eines jeden Lebens. 

……………………. 


Der Tod ist der zentrale Traum, aus dem alle Illusionen stammen. Ist es nicht Verrücktheit, vom Leben zu denken, dass es geboren wird, altert, seine Vitalität verliert und am Ende stirbt?
Es ist der eine starre, unveränderbare Glaube der Welt, dass alle Dinge in ihr geboren werden, nur um zu sterben. Dies wird als der »Lauf der Natur« angesehen, der nicht in Frage gestellt werden kann, sondern akzeptiert werden muss als das natürliche Gesetz des Lebens. … Und niemand fragt, ob ein gütiger Schöpfer dies wollen könnte.

In dieser Wahrnehmung des Universums, wie Gott es schuf, wäre es unmöglich, Ihn für liebevoll zu halten. Denn wer verfügt, dass alle Dinge vergehen und in Staub, Enttäuschung und Verzweiflung enden, kann nur gefürchtet werden. Er hält dein kleines Leben an einem Faden nur in seiner Hand, bereit, ihn ohne Bedauern oder Sorge vielleicht heute schon abzureißen. Oder wenn er noch wartet, ist das Ende dennoch gewiss.
Wer einen solchen Gott liebt, der weiß nicht um die Liebe. Der Tod ist zum Symbol des Lebens geworden. Seine Welt ist jetzt ein Schlachtfeld, wo der Widerspruch regiert und Gegensätze endlose Kriege führen. Wo Tod ist, ist Friede unmöglich.

Der Tod ist das Symbol der Angst vor Gott. Seine Liebe wird ausgelöscht in dieser Idee, die sie vom Bewusstsein fernhält wie ein Schild, der hochgehalten wird, um die Sonne zu verschleiern. ...  Es birgt ein Bild von Gottes Schöpfung, in dem er in den Armen der Verwüstung »zur Ruhe gelegt« wird, wo Würmer warten, um ihn zu begrüßen und für eine kleine Weile durch seine Zerstörung zu überdauern. Doch sind die Würmer ebenso gewiss dazu verurteilt, zerstört zu werden.
Und so leben alle Dinge aufgrund des Todes. Verschlingen ist das »Lebensgesetz« der Natur. Gott ist wahnsinnig, und die Angst allein ist wirklich.

Der sonderbare Glaube, dass es einen Teil der sterbenden Dinge, wie die Seele gibt, der vielleicht weitergeht - getrennt von dem, was sterben wird -, verkündet keinen liebenden Gott, noch stellt er irgendwelche Gründe zum Vertrauen wieder her. Wenn der Tod für irgend etwas wirklich ist, gibt es kein Leben. Der Tod leugnet das Leben.
Doch wenn es Wirklichkeit im Leben gibt, dann wird der Tod geleugnet. Hierin ist kein Kompromiss möglich. Es gibt entweder einen Gott der Angst oder Einen der Liebe.

Die Welt versucht sich in tausend Kompromissen und wird tausend weitere versuchen. Kein einziger kann für Gottes Schöpfung akzeptabel sein, weil kein einziger für Gott akzeptabel sein könnte. Er hat den Tod nicht gemacht, weil Er auch die Angst nicht machte. Beide sind für Ihn gleichermaßen bedeutungslos.

Die Wirklichkeit des Todes ist fest verwurzelt in dem Glauben, dass Gottes Kinder Körper sind.
Und wenn Gott Körper erschaffen würde, wäre der Tod fürwahr wirklich. Doch wäre Gott nicht liebevoll. Der Tod ist fürwahr der Tod Gottes, wenn Er Liebe ist. Und jetzt muss Seine eigene  Schöpfung Angst vor Ihm haben. Er ist nicht Vater, sondern Zerstörer. Er ist nicht Schöpfer, sondern Rächer. Schrecklich sind Seine Gedanken, und furchterregend ist Sein Bild. Auf Seine Schöpfungen zu schauen heißt sterben. Und das letzte, das zu überwinden ist, wird der Tod sein. Natürlich!

Ohne die Idee des Todes gibt es keine Welt. Alle Träume werden mit diesem enden. Das ist der Erlösung letztes Ziel, das Ende aller Illusionen. Und im Tod werden alle Illusionen geboren. Was kann aus dem Tod geboren werden und trotzdem Leben haben?
Was hingegen wird aus Gott geboren und kann trotzdem sterben?

Die Ungereimtheiten, die Kompromisse und die Rituale, die die Welt in ihren vergeblichen Versuchen fördert, sich an den Tod zu klammern und dennoch zu denken, dass Liebe wirklich sei, sind geistlose Magie, unwirksam und bedeutungslos.

Gott ist, und in Ihm müssen alle erschaffenen Dinge ewig sein. Siehst du denn nicht, dass Er sonst ein Gegenteil hätte und die Angst so wirklich wäre wie die Liebe?
Was zu sterben scheint, ist nur fehl-wahrgenommen und zur Illusion getragen worden. Lass dich nicht von der Wirklichkeit irgendeiner sich verändernden Form täuschen. Weder bewegt sich die Wahrheit, noch schwankt oder sinkt sie zum Tod und zum Zerfall dahin.“(EKiW)

…………… 


  • Staat – Amtskirchen – Gesellschaft 

Die Macht über die Deutungshoheit unseres gesellschaftlichen Miteinanders ist verteilt. Wie bei einem Puzzle greifen die einzelnen Teile mehr oder weniger gut ineinander. 
Jedoch könnten sich besonders die religiösen Strömungen durch diese Ideen in Frage gestellt fühlen. Denn auch bei ihnen geht es darum, mit ihren Ideen Einfluss und Macht über die Menschen zu bekommen. Je anerkannter sie sind, je stärker können deren Vorstellungen bis in die Gesetze hinein die Gesellschaft mitbestimmen. 

Doch bei den hier aufgezeigten Fragen findet sich diese Deutungshoheit ausschließlich bei jedem Einzelnen. Das mag als ungeahnte Freiheit erscheinen, doch gibt es demjenigen ebenso die gesamte Verantwortung für sich selbst und für alles im Außen zurück. Diese kann nunmehr in keinster Weise noch an irgend jemanden abgegeben werden. Ja, es hat weitest reichende Konsequenzen. 

Diese liegt nicht erst beim handeln, nein, dort, wo alles entsteht, beim Denken, bei der Vorstellung. Wenn das eigene Bewusstsein diese äußere Welt herstellen kann, so kann einzig nur dort die Veränderung beginnen. Denn ein Problem, welches im Innern entsteht, kann im Außen niemals gelöst werden, wenn das Außen Illusion ist. 
Und doch, ebenso wenig, wie jemand so einfach den Körper verlassen kann, ist ein Ausstieg aus dem Gemeinwesen angebracht. Dann wäre das Problem völlig falsch verstanden. 

  • Resümee 

Es gilt weiterhin die Frage, „wodurch ist alles und wozu?“
Was fängt der Leser nun mit diesen doch recht unglaublich fremdartigen Gedanken an?
In gewisser Hinsicht vergleichbar damit, dass jemand, der sich im nächtlichen Traum seines Träumens ein wenig bewusst wird, damit aber noch keine Möglichkeit sieht, daraus aufzuwachen.

Wenn wir als Menschheit also ganz zu Beginn – als „Adam“ einschlief und zu träumen begann – wie, wann und wodurch auch immer dieser Anfang gewesen sein mag, den Fehler machten, jener Situation im daraufhin folgenden (Alp-) Traum das Prädikat „Wirklichkeit“ zu verleihen, dann kann es jetzt im ersten Schritt nur darum gehen, sich ernsthaft weiter mit diesem Gedanken zu befassen.

Könnte das jemand für einen anderen auf-klären, wenn doch einerseits jeder in seinem eigenen und anders als im Schlaf, gleichwohl auch in einem kollektiven Traum darin verwickelt zu sein scheint?
Vom nächtlichen Traum ist jedem bekannt, darin erschaffen wir ebenso die gleiche uns bekannte Um-Welt mit Menschen, Dingen und Handlungen, wie wir diese am Tag erleben.

Mag man fragen, wo befindet sich die Illusion eines gesamten Universums, wenn doch alles inklusive des eigenen Körpers unwirklich wäre? Falls überhaupt, kann diese doch nur dort sein, wo eben diese Vorstellung wahr genommen wird, im eigenen Geist nach außen projiziert.

Ein solches illusionäre Gebilde Wirklichkeitsgetreu in der eigenen Vorstellung herzustellen, setzt Kräfte voraus, für die all unser Bewusstsein nicht ausreicht. Das wäre ein ins Unermessliche potenzierter Zauberlehrling (Goethe lässt grüßen).

Und was allein nur diese erst mal einfache Überlegung für die konkrete menschliche Existenz im Alltag bedeuten würde, kann sich jeder zu Anfang nur schwer vorstellen. Denn einfach aus seinem Körper auszusteigen, mag dieser auch noch so illusionär sein, wie wäre das möglich?

Kann es bezüglich der Frage nach der Unwirklichkeit versus Wirklichkeit dieser Welt eine größere Menschheitsaufgabe geben? Jeder scheint damit vor der Situation zu stehen, sich selbst am Schopf aus dem Sumpf ziehen zu müssen, was bekanntlich unmöglich ist. Wer sich näher mit diesen Gedanken befasst, wird ggf. jedwede irdische Krise als sehr relativ zu dieser allumfassenden Bewusstseinskrise verstehen.

Kennen wir dieses Wesen, für das wir uns selber halten? Eines, das für eine lächerlich kurze Zeit auf einem Planeten in einem unvorstellbar großen Kosmos zu existieren scheint, den es schon eine unfassbar lange Zeit geben soll, mit all jenen Fragen, die in keinster Weise in ihrer Tiefe beantwortet sind, wobei schlussendlich absolut alles in einem Nichts entschwinden wird.
Ergibt das auch nur den kleinsten Sinn?

Wenn wir nicht wissen, was das, was wir Leben in einem Körper nennen, grundsätzlich ist und soll, nicht wissen, wer oder was wir als Menschen sind, woher alles ist und wozu, dann scheint die Matrix, in der sich absolut alles abspielt, vollkommen geschlossen zu sein.
Und wir wissen noch nicht einmal, wer Urheber dieser Matrix ist und mit welchem Zweck, da wir ebenso wenig darüber wissen, was Illusion und was Wirklichkeit ist.

Wohin also könnten wir uns in einem abgeschlossenen Raum wenden?
Das ist vergleichbar mit einer Zelle in einem Hochsicherheitsgefängnis auf Lebenszeit, da scheint noch eher ein entkommen. Im irdischen Leben gäbe es in einer solch ausweglosen Situation nur noch das Gnadengesuch. Doch an wen könnten wir völlig Unwissenden es senden?
Falls es die Wirklichkeit geben sollte, was wäre das und wie wäre ein Zugang dorthin möglich, wenn wir rein gar nichts darüber wissen?

Wir scheinen uns ins tiefste Verlies eingesperrt zu haben und den Schlüssel weggeworfen. Jetzt erkennen wir nicht einmal mehr das Verlies als solches, die weiteren Zusammenhänge sowieso nicht. Und wenn ich meinem Zellennachbar, wovon es auf Erden unendlich viele gibt, davon berichte, erinnert mich dessen Reaktion eins zu eins an das Höhlengleichnis, welches in seiner nicht zu überbietenden Tiefe ein wunderbar beeindruckendes Bild für unsere Situation hier aufzeigt.

Denn was würde mit jenem geschehen, der obiges deutlich zu machen versucht?

Nun, wer die Wahrheit erkannt hat, so würde er auf keinen Fall wieder zurück in das alte Leben in der dunklen Höhle wollen. Der Mensch erkennt die Idee des Guten, deren Sinnbild die Sonne ist. Die Mitgefangenen würden trotz der Erfahrung, die der „Erleuchtete“ ihnen geschildert hat, nicht aus der Höhle heraus kommen. Sie würden die Bequemlichkeit der dunklen Höhle der Erkenntnis und Wahrheit vorziehen. Sie würden dem „Erleuchteten“ keinen Glauben schenken und würden somit jeden umbringen, der versucht, sie zu „erlösen“, damit sie nicht das gleiche Schicksal teilen müssen, wie der „Erleuchtete“.

In dieser Art ist das Ansinnen von Jesus und von vielen weiteren nachvollziehbar, die die Menschen aufmerksam machen wollten, da sie für sich selbst diesen irdischen Trugschluss erkannten und damit verstanden, dass die Vorzeichen völlig falsch gesetzt wurden. Wie es ihm erging, ist bekannt.

Falls wir uns also in einer irgendwie gearteten Matrix befinden, könnte der Ausweg lauten:
Alles zurück auf die Monopoly-Badstraße? Nein, auch dort ist nicht der Beginn.
Wenn es doch das Spiel niemals gegeben hat?!
Dieser Beginn liegt eben genau dort, wo wir Monopoly als wirklich verstanden, denn dort wurden die so wichtigen Vorzeichen gesetzt.

Was könnte es bedeuten, „einst“ diesen (Alp-) Traum von unendlich viel Lebensmüh, von Krankheit, von Kriegen, von Naturkatastrophen, von Leid und letztlich Tod (für immer?) verlassen zu können? Eigentlich absolut unvorstellbar!

Nicht wenige meinen, ohne dass sie je von hiesigen Illusionen erfuhren, der Tod würde alles regeln, dann wären sie von allem Ungemach erlöst.
Doch das ist vielleicht eine recht kindlich-naive Vermutung.

Und wer einmal ganz ehrlich bei sich selber hinsieht, wird wohl erkennen, dass er hofft, von einer möglichen Katastrophe, welche auch immer, weitgehend verschont zu bleiben. Doch das trügt, wie nur etwas trügen kann, weil damit nur ein ganz kleiner Ausschnitt der eigenen Lebenswirklichkeit gesehen wird. „Wasch mit den Buckel, aber mach mich nicht nass“, ist die stete, aber unbewusste Forderung, die ich ebenso von mir kenne.

Wir investieren enorm viel in Leidvermeidung, was uns dazu zu bringen scheint, die „wirklichen“ Probleme (die, die wirken und daher eine Wirkung haben) nicht sehen zu können.

Und doch sind wir allein aufgrund der prekären äußeren Bedingungen aufgefordert, endlich den Tellerrand zu suchen, damit wir wissen, worüber wir hinaus schauen sollten. Denn unendlich viele Märchen, Sagen und weitere Erzählungen in allen Kulturen der Menschheitsgeschichte weisen auf unterschiedlichst tiefe Hintergründe hin.

Schaut man sich allein im Heute um, finden sich unzählige verschieden ausgerichtete Wahrheitsauslegungen und Glaubensbekenntnisse. Vergleichbar eines 360 Grad Kreises, sind alle denkbaren, als auch gegensätzlichen vorhanden. Die Christliche ist eine davon.

Viele Menschen weltweit, vornehmlich im Osten, favorisieren die Lehre von Reinkarnation und Karma. Auch ich war lange Zeit in anthroposophischen Zusammenhängen davon überzeugt. Doch stellte ich mir nie die Frage in ihrer Konsequenz:
Wodurch entstand dieses System der Wiedergeburt und mit welcher Absicht?

Es erscheint diesen Anhängern so nachvollziehbar, dass wir Menschen von einem Schöpferwesen erschaffen wurden, um uns hier in der Welt zu diesem, oder wohin auch immer, hoch zu entwickeln. Damit jenes einen Sinn ergibt, muss unser Universum als wirklich verstanden sein.
Die Frage, warum erschuf dieser Schöpfer uns nicht von Beginn an auf der höchsten, auf seiner eigenen Stufe? War er selbst nicht dazu in der Lage? Ist er selber ebenso wenig vollkommen entwickelt? „Auch er entwickelt sich mit seiner Schöpfung weiter“, war ein Argument?! 

Das klingt nicht sehr überzeugend für ein solch hohes Wesen, welches scheinbar einen ganzen Kosmos kreieren kann. Mir kam seiner Zeit jedoch auch nicht der Gedanke, den ich weiter oben äußerte, dass solch ein sich hoch entwickeln doch sehr an das Muster unseres irdischen Menschseins erinnert. 

Jede dieser Richtungen hat ihre eigenen Begründungen, mal glaubhafter für den einen, mal glaubhafter für einen anderen. Womit alle auch am neuzeitlichen Turmbau zu Babel beteiligt sind, daher bleibt uns dessen Sprachwirrwarr ebenso wenig erspart. 

Jeder, der diese Gedanken liest, hat nun schon so und so viele Jahre gebraucht, diese irdische Wirklichkeit zu erlernen, hat sich hier, wie üblich, eingerichtet, hat vielleicht sogar Schicksalsschläge verdaut, denn… 

anfangs das Leben lang erscheint - doch dauerts nur einen Moment
hast gelernt, gerackert und getan – für dein Lebensfundament
für deine Kinder und deren - willst ganz viel du entbehren
doch in wenigen Jahren - keiner wirds mehr erfahren

weil alle dann gegangen sind – ist nirgends ein Erinnern
dass du einst warst – unter des Lebens Gönnern
so ist der Weltenlauf - den hältst auch du nicht auf
was jeder aufzuhalten vermag – die Fraglosigkeit Tag für Tag“ 


Auch wenn diese hier geäußerten Gedanken sicher bei den meisten verständlicherweise erst einmal auf größte Skepsis treffen, weil bei klarem hinsehen das gesamte Lebenskonzept in Frage gestellt sein würde, was dieses dann in seiner Konsequenz für den Einzelnen, als auch für größere Menschengruppen oder noch darüber hinaus, bedeuten könnte, kann wohl niemand wirklich erfassen. Wahrscheinlich werden daher nicht wenige sich davor verschließen, es ist nicht auszuhalten, weil es die eigene Vorstellung völlig übersteigt. 

Bei näherem hinsehen wirkt das hier aufgezeigte vielleicht ähnlich abstoßend wie eine Krebs-Todesdiagnose. Doch diese hier genannte könnte eine Lebensdiagnose werden. 

Und noch einmal, einzig übers fragen kann diesem, die eigene Vorstellung völlig übersteigendem Phänomen, näher gekommen werden. 
Kann es also Reinkarnation geben, gar Multiversen, ebenso Außerirdische, außerkörperliche Zeitreisen und was weiterhin, besonders Dank des Internets, an exotischen Aspekten zunehmend bekannt wird? 
Der Zauberlehrling, der wir alle sind, hat hierfür im größten denkbaren Spielzeugland unbegrenzte Freiheit, denn in Illusionen ist absolut alles möglich. 


Kann es also in Illusionen etwas geben, was es darin nicht geben kann? Sicher nicht!
Eines jedoch ist höchst wahrscheinlich nicht in dessen Angebot – Die Wirklichkeit!

Ich sprach das Lebens-Leid an, wovon weltweit, zudem noch in der gesamten Menschheitsgeschichte, Unzählige permanent betroffen waren und sind. Und doch kann sich bei näherer Betrachtung wohl keiner aus dieser Verquickung mit einer illusionären Welt heraus ziehen, da jeder mit allem, was dazu gehört, irgendwie seinen Anteil haben muss. Ansonsten würde dieser nicht meinen, hier zu sein.

Für mich war es hilfreich, seit ich vor Jahren mit diesen Ideen in Berührung kam, immer wieder mein eigenes Ableben als Zäsur zu nehmen. Denn ob Illusionen oder nicht, dieses Ereignis wird wohl jedem weiterhin bevor stehen. Was wird dann mit mir sein? Eine totale Veränderung des individuellen Gewahrseins. Auch das kann ich mir bis heute nicht näher erdenken.

Es ist ganz sicher sehr ernüchternd, sich mit diesen ver-rückten Ideen auseinander zu setzen, denn solche werden in keiner Schule gelehrt. Daher lieber alles schnell wieder vergessen, sagt da eine Stimme in mir, da kann unmöglich was dran sein. Weil doch jene, die Bescheid wissen (müssten), die Wissenschaftler, die Schriftgelehrten und andere bekannte Denker und Forscher, die wir als so großartig verehren, uns doch sicher schon darauf aufmerksam gemacht hätten, denn auch sie wären ja von solchen Unwirklichkeiten betroffen.

So erging es auch mir anfangs. Ein Leben lang „verarscht“ worden zu sein, sicher nicht mit mir, sagt jene Stimme und fordert, im Oberstübchen ein anderes Programm einzuschalten. Zum Glück haben wir solche zuhauf. Man will sich doch nicht den Tag vermiesen lassen. Und zudem kann ich mich nicht erinnern, diesen völlig verrückten Vorgängen, von denen hier berichtet wird, je zugestimmt zu haben. Also was geht mich das an?

Und doch, nach einem etwas längeren Moment kommt mir die Frage auf, wenn ich aber doch hier bin, oder meine, hier zu sein, wer oder was hat mich dazu veranlasst? Und alles überlegen beginnt wieder von vorn. Und mir wurde damals so ganz langsam bewusst, ich muss mir Zeit geben, in Ruhe darüber nachzusinnen. Vielleicht Aspekte, Gedanken finden, die das irgend wie stützen, oder auch jene, die das ganz klar widerlegen. Die großen Mythen sprechen jedoch zur Genüge davon.

Und ich befasste mich eine lange Zeit damit, stellte mir mein eigenes Forschungsprogramm auf. Es war auch ein ganz profaner Gedanke dabei. Würde es stimmen, dass alles Geist wäre, dann wäre mein eigenes Leid, und jedes Leben bringt zur Genüge davon mit sich, und ebenso das Leid aller anderen, welches sich auch in Illusionen wie hier nicht weniger schmerzhaft anfühlt, doch auf irgend eine Art veränderbar. Ebenso auch die irdischen kleinen Freuden. Doch schau ich genau hin, so ist das ein gänzliches Missverhältnis zu Ungunsten der Freude.

Was jemand sät, das wird er ernten“, ebenso in der Pädagogik ein wichtiger Erziehungsgrundsatz.
Kann dieser auch zum Verständnis unserer Fragen beitragen?
Ich möchte dafür etwas tiefer eintauchen.
Bei dem Gedanken, wodurch diese Welt und das, was wir in ihr wahrnehmen, bzw. wahrzunehmen meinen, kann obiger Hinweis, den wohl jeder kennt und ihn oft bewahrheitet sah, weitere Hilfestellung geben.

In geistigen Ebenen gibt es keine Zeit. Das kann nur bedeuten, Ursache und Wirkung sind eins. Wie ich also jemanden sehe, liebevoll oder ablehnend, das entsteht ohne Zeitverzögerung im eigenen Geist, es ist also schon in mir geschrieben und es bewahrheitet sich demzufolge, weil ich es im scheinbaren Außen sehe. Demzufolge, wie ich das Außen, die Welt und die Menschen darin sehe, so wird mir diese widergespiegelt. Ich sehe also das Resultat meiner eigenen Gedanken!
Wer sich ernsthaft mit spirituellen Fragen befasst, wird einsehen, dass Geist niemals getrennt sein kann, wie es schon bezüglich Nondualität beschrieben wurde.

Das in seiner Konsequenz zu verstehen, bedeutet, dass es keine privaten Gedanken geben kann. Demzufolge auch keine Privatsphäre. Daher hat kein Gedanke, nicht einmal mein heimlichster, nur eine Wirkung auf mich allein.

Und genau hier hat ein jeder den wohl größten Anteil, diese Welt zu verändern. Denn sind Geister verbunden, dann kann die eine Wahl, die Wahl des Friedens, Wirkung auf den einen verbundenen Geist haben. In vielen spirituellen Richtungen ist das ein Grundgedanke.

Dann wäre ich nicht die Wirkung der Welt, sondern die Welt wäre eine Wirkung von mir. Immer hätte ich die Macht der Wahl, denn ich kann Frieden für den gesamten Geist wählen, weil die Wirkung meiner Gedanken nicht auf mich allein beschränkt ist.

Du willst diese Welt nicht. Das einzig Wertvolle darin sind jene Teile, die du mit Liebe ansiehst. Das verleiht ihr die einzige Wirklichkeit, die sie je haben wird. Ihr Wert liegt nicht in ihr selbst, aber der deine liegt in dir. Wie Selbstwert von Selbstausdehnung kommt, so kommt die Wahrnehmung des Selbstwertes von der Ausdehnung liebevoller Gedanken nach außen!“ (EKiW)

Begibt man sich ernsthaft auf die Suche, so wird man in unserer so außerordentlich materialistischen Zeit weltweit viele Beispiele finden, die diese Haltung mehr als Infrage stellen. Allein schon die modernen Ergebnisse der Quantenphysik zeigen sehr deutlich auf, dass diese Haltung seit langem nicht mehr solchen Ergebnissen gerecht wird.

Vor Jahren wurde bekannt, dass ein Therapeut (Dr. Len), der im Staatskrankenhaus Kaneohe Hawai’i mit schwer debil-aggressiven Patienten arbeitete, diese auf höchst seltsame Weise heilte, bis das gesamte Haus geschlossen werden konnte.

Er besann sich auf eine alte geistige Heilmethode namens Ho’oponopono, ein Vergebungsritual, indem der Therapeut sich geistig, ohne Anwesenheit des Patienten, völlig mit ihm verbindet. Er hatte verstanden, dass er mit dem Patienten auf geistiger Ebene gänzlich gleich ist, und dort übernahm er dessen „Schuld“, vergab diese sich und damit ihm, weil auf dieser Ebene, wie hier schon beschrieben, es keinen getrennten Einzel-Geist gibt.

Und es gibt da noch jene „Eingeweihten“ (Eckhart Tolle u.a.), die sagen, aus sich heraus die Unwirklichkeit dieser Welt erkennen zu können. Bei aller Skepsis, die auch ich hatte, nicht wenige von ihnen hinterlassen einen sehr glaubhaften Eindruck.

Schon in der frühen Menschheitsgeschichte wird in verschiedenen Schriften dieses Universum als Maya, Illusion, bezeichnet. Doch was interessieren solche alten Klamotten den modernen, den wissenden Menschen, für den wir uns halten?

Versucht man also, Hinweise zu finden, die ein ganz anderes Welt- und Menschenbild greifbarer erscheinen lassen, so sind allein auf dem Büchermarkt viele Werke, die die Fragwürdigkeit dieser Welt vermehrt ins Auge fassen. Nicht weniger gilt es für entsprechende Ideen im Internet.

Es gibt in diesem Umfeld ebenso „Alternativen“, die sich an emotionaler Kälte kaum überbieten lassen und rein intellektuelle Wahrheiten anbieten, gleich eines kalten Computerspiels, zudem nur für wenige erfahrbar. Schaut man, wer damit befasst ist, so sind es nicht selten an Technik orientierte Männer. Was fasziniert jemanden daran?

Zudem wäre da auch ein Buch zu nennen, welches weit in die Zukunft gerichtet auf tiefste Hintergründe, irdische als auch geistige, aufmerksam macht, die jeder bei gutem Willen nachvollziehen kann. Und da wir fühlende, geistig-seelische Wesen sind, erhält dieser Aspekt darin berechtigterweise den ihm gebührenden Platz – „Ein Kurs in Wundern“ (EKiW).

Dieses Werk könnte die von vielen gesuchte Weltformel repräsentieren:
Nichts Wirkliches kann bedroht werden.
Nichts Unwirkliches existiert.
Hierin liegt der Frieden Gottes

Für den, der sich ernsthaft auf die Suche macht, scheint alles auf einen Geist als eine tiefste,  liebevolle Wirklichkeit zu verweisen, eine, die keinem Rache-Gott entspricht, sondern einer Entität, die jedem Suchenden auf ihre Art die Hand entgegen streckt.

Eine Art, die die eigenen tiefsten Sehnsüchte nach einer vollumfänglichen Heimat, nach einem vollumfänglichen Angenommen-Sein widerspiegelt, doch seit Kindertagen gänzlich vergessen, weil die „Realität“ der irdischen Bedingtheit solche beständig ad absurdum führt. 

Denn in unserer Unrast suchen wir fast einzig auf der irdischen Ebene, suchen einen Partner, um der eigenen Einsamkeit zu entfliehen, was verständlicherweise als Liebe umgedeutet wird. 
Und der andere gibt mir, was ich nicht habe, ich ihm das, was er nicht hat, was also jeder vom anderen in seiner verdrängten Not so sehr benötigt. 

Und der so genannte Liebesakt gibt eine kleine, weitere Verschnaufpause vom beständigen Stress dieser Welt. Dass die sexuelle Druckentladung und weniger die Liebe der Eltern die meisten Kinder generiert, ist gesellschaftlich kein Thema. 
Zudem hält merkwürdigerweise jene Partner-Übereinkunft selten sehr lange. Dann wird alsbald beim nächsten gesucht. 

Aber könnte es sein, dass wir beim anderen etwas suchen, was dieser, selbst beim besten Willen, gar nicht in der Lage ist, zu geben? Doch wissen wir nichts wirklich über die Hintergründe unseres Suchens, dass es etwas sein könnte, was wir scheinbar verloren haben. 
Daher wissen wir auch nicht, wie, wo und was wir suchen sollen. Und somit erfahren wir ein Leben lang Leid durch selbstgemachte Trennungen, vornehmlich durch die des Todes. 

Eltern ersehnen für sich ein Kind – in Liebe ihre Herzen sind
sie wollen es ins Leben heben - ihm Glück und Wohlstand geben
möchten sich selbst am Kind erfreun – ihr Vorhaben sicher nie bereun
sind fürs Kind bereit - sich krumm zu legen alle Zeit

wenn beide dieses Leben zeugen - es muss sich bald dem Tode beugen
gibt es ein tieferes Motiv? – ist Menschsein so attraktiv?
das Kind erlebt Trennung, Leid und Trauer – hier ist rein gar nichts von schöner Dauer
das Kind erlebt den großen Schmerz – am Elterngrab mit gebrochenem Herz

wolln sie im Kind ihre Existenz überdauern? – um so die eigene Leere wegzutrauern?
was war bis an hin ihr Leben? - muss das Kind den Sinn dafür geben?
sie wählten für den Spross ebenso den Tod – war denn so groß der Eltern Not?
führten das Leben ad absurdum - trauten sich nicht zu fragen warum?“ 


Laut Bibel erschuf Er uns nach seinem Eben-bilde, also wie sich selbst. Wenn dem so wäre, müssten wir in allem sein wie Er. Ist Er die Liebe, sind wir es ebenso und können daher gar nicht anders, als hier immerzu nach dem zu suchen, was wir in Seiner Wirklichkeit sind.

Hilfe anbietend sagt die Bibel: „Bittet, so wird euch gegeben.“ Bitten wir vielleicht um das falsche, etwas, was von „dort“ nicht gegeben werden kann, weil es nicht im himmlischen Angebot ist? Zu sagen, „von mir aus kann ich nichts tun“, heißt vielleicht, alle Macht gewinnen. 

Es braucht sicher nur ein wenig Vertrauen, oder auch genügend erlittenen Schmerz, dass solch eine Bitte eben dort eine Wirkung erzeugen könnte, die unmittelbar, weil untrennbar eins, weil nondual, mit allem verbunden ist, also auch mit dem, der bittet, was als Annäherung an eine Höhere Ebene verstanden werden könnte. 

Kann es denn anders sein, vorausgesetzt, dass es einen zutiefst sinnvollen Grund für Alles gibt, dass es nur eine Liebevolle Wirklichkeit geben, die man ebenso Gott, Schöpfer oder anders nennen kann, wobei in Ihr sicher keinerlei Namen eine Bewandtnis haben werden. 

Und kann es sein, dass der Weg zur Wirklichkeit vom Suchenden gefunden werden muss, wo es doch unzählige gibt, die diesen allzu leicht in die Irre führen lässt? 

Wenn es denn diese Liebe geben sollte, wird sie dann nicht meine letztlich aussichtslose Suche erkennen und mir diesen so wichtigen Schritt entgegen kommen, aus dem Traum erwachen zu dürfen, in der Konsequenz,aufzuerstehen? Und bedeutet es nicht ebenso, Seine Gaben als das eigene Erbe anzunehmen, dadurch Ihn als den eigenen Schöpfer anzuerkennen? 

„Klopfe und es wird dir aufgetan“, gilt das nur für Bibelgläubige des Rachegottes? Es wäre keine Liebe, die solches voraussetzt. Es wäre eine weitere von unzähligen Spaltungen. 

……………... 

„Diese Welt, in der du zu leben scheinst, ist nicht dein Zuhause. Und irgendwo in deinem Geist erkennst du, dass das wahr ist. Eine Erinnerung an zu Hause hört nicht auf, dich heimzusuchen, als gebe es einen Ort, der dich zur Rückkehr riefe, obschon du weder die Stimme wiedererkennst noch woran die Stimme dich erinnert. Und dennoch fühlst du dich hier wie ein Fremder von wer weiß woher. 


Es ist nichts Eindeutiges, sodass du mit Bestimmtheit sagen könntest, dass du hier ein Verbannter bist. Da ist nur ein beharrliches Gefühl, manchmal nicht mehr als ein winzig kleines Pochen ... kaum erinnert und aktiv abgetan, das aber sicherlich dir wieder in den Sinn kommt.
 
Es gibt niemanden, der nicht wüsste, wovon wir sprechen. Doch einige versuchen, ihr Leiden in Spielen wegzulegen, die sie spielen, um ihre Zeit zu füllen und ihre Trauer von sich fern zu halten. Andere verleugnen, dass sie traurig sind, und sehen ihre Tränen gar nicht. Noch andere behaupten, dass das, wovon wir sprechen, Illusion ist und nur als Traum betrachtet werden sollte.
Wer aber würde – in schlichter Ehrlichkeit, ohne Abwehrhaltung und Selbsttäuschung – leugnen, dass er die Worte, die wir sprechen, wohl versteht?


Wir sprechen heute für jeden, der auf dieser Erde wandelt, denn er ist nicht zu Hause. Er wandert in endloser Suche ungewiss umher, sucht in der Dunkelheit, was er nicht finden kann, und begreift nicht, was es ist, das er sucht. Er macht sich Tausende von Heimen, doch keines stellt seinen ruhelosen Geist zufrieden. Er versteht nicht, dass er vergeblich baut. Das Zuhause, das er sucht, kann nicht von ihm gemacht sein. Es gibt keinen Ersatz für den Himmel. Alles, was er je gemacht hat, war die Hölle. …

Nimm dir heute Zeit, deinen Schutzschild wegzulegen, der nichts hilft, und lege nieder Speer und Schwert, die du gegen einen Feind ohne Existenz erhoben hast…

Und jetzt steht der Weg offen, und die Reise hat ein Ende, das endlich in Sicht ist. Sei einen Augenblick lang still, und geh … nach Hause, und sei in Frieden eine Weile.“ (EKiW) 

 …………………... 


Und was ist nun mit jenem, der dieses hier schreibt und es in diese angeblich „unwirkliche“ Welt bringt? Gibt es ihn, und was ist er? 
Ja, es gibt ihn, aber er ist nur der illusionär (noch) schlafende Aspekt Adams. 

Und was machen wir nun mit dieser Welt und ihren Krisen? 
Können wir diese davor bewahren und retten? 
Doch wie könnte je eine illusorische Welt bedroht sein und zudem noch gerettet werden? 
Nicht anders, als wenn ich mich am nächsten Morgen an einen schönen Traumaspekt erinnere und diesen in meinen Alltag hinein holen wollte. 

Aus dem heraus ist es höchst sinnvoll, abzusteigen, wenn man erkennt, man reitet ein totes Pferd. Auf einem toten Pferd zu reiten, daran haben wir uns Menschheitlich seit Äonen gewöhnt - wir kennen und können seit Urzeiten nichts anderes?! 

Aus diesem Dickicht sich hindurch zum Licht vorzuarbeiten, dafür sind Fragen beste Voraussetzung, da diese Welt üblicherweise Antworten im Überfluss anbietet. 

  • Würden alle irdischen Werte, alles, woran jemand je gehangen hat, in einem irdisch illusionären Leben einen Sinn ergeben?
  • Würden alle irdischen Werte, alles, woran jemand je gehangen hat, in einem irdisch wirklichen Leben einen Sinn ergeben?
  • Wäre da eine unterschiedliche Bewertung, weil sich das eine anders anfühlt als das andere?
  • Oder würde es sich aus dieser Einsicht heraus keinen Augenblick lang lohnen, in irgendeiner von beiden auch nur einen einzigen Moment leben zu wollen, weil keine von beiden auch nur den kleinsten Sinn ergibt?


Wie es in der Menschheitsgeschichte immer wieder einzelne heraus ragende Ideen gab, die zuerst verlacht, sich später, manchmal erst lange Zeiten später, als nachvollziehbar erwiesen, so zeigen sich diesbezüglich schon jetzt auf verschiedenen Gebieten (z.B. Quantenphysik) Hinweise, denen nachzugehen, ein jeder gefordert, weil ein jeder davon betroffen ist. 

Doch wo sind jene gesellschaftlichen Vordenker, wo die vielen Thing Tanks, die derartige Querverbindungen sehen würden, um daraus folgernd weiterzudenken? Denn in solch bedrängender Notsituation, wie scheinbar dieser, wäre es sehr angebracht, alle Kräfte zu bündeln. 
Wie lange hat es einst gedauert, als bekannt wurde, dass die Erde die Sonne umkreist, bis zur allgemeinen Anerkennung? 

Wie lange wird es brauchen, dass zunehmend mehr Menschen die unendlichen Widersprüche dieser Welt sehen und sich tiefer gehende Gedanken darüber machen, was das zu bedeuten hätte? 

Sollte sich nicht jeder aufgerufen fühlen, im eigenen Interesse die Goldkugel der Erkenntnis vom Boden des Brunnens hoch zu holen, indem er auch den folgenden,etwas ungewöhnlichen Fragen nachgeht: 

  • Kann etwas Leben haben, was stirbt?
  • Kann etwas wirklich sein, was vergeht?


Und gehen diese Fragen nicht alle an, die von sich sagen, erwachsen zu sein?
Denn wo, wie und wann beginnt die Menschwerdung? Indem jemand volljährig sei?!

Vielleicht erst dort, wo dieser sich, seinem Erden-ziel folgend, seiner selbst so weit wie möglich bewusst werden will und damit dem uralten Auftrag folgt „Mensch, erkenne dich selbst!“

Denn reicht es, ein netter Mensch gewesen zu sein oder hat jener mittels seiner geistigen Fähigkeiten zudem noch die Aufgabe, das Rätsel des Menschseins lösen zu helfen, weil einen das elende Leid dieser Welt nicht kalt lässt? Es einfach als gegeben zu nehmen, wäre doch recht fatalistisch.

Es geht sicher nicht darum, die hier geschilderten Gedanken einfach zu glauben. Es geht darum, sich immer wieder selber auf den Weg zu machen, die eigene Existenz im Gesamtzusammenhang verstehen zu wollen. Auch das könnte als Menschwerdung verstanden werden.

Wobei eines immer im Bewusstsein gehalten werden sollte: In einer illusionären Welt werden alle Aspekte zwangsläufig immer illusionär sein und bleiben, mögen sie sich auch beständig im Kleid einer Wirklichkeit zur Schau stellen.

Nun war zumeist von der Unwirklichkeit die Rede. Doch sollte es nicht einzig um die Wirklichkeit gehen, wenn diese Gedanken einen Sinn ergeben sollen?

Dieses ist sicher das größte Geheimnis, auf das so viele Märchen und Mythen hinweisen. Wichtig wäre wohl zu verstehen,es ist niemals dort im Außen, wo die meisten suchen.
Nur im Innern kann es sein, denn wir sehen nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für diese Augen unsichtbar.

Und weil es so ist, kann man guten Mutes sein, dass dort, wo Wirklichkeit sich selbst begründet, gleichgültig welche Namen es noch dafür geben kann, eben das zu finden sein wird, was wir hier immerzu vergeblich suchen: „DIE LIEBE!“

Und einst, wenn Illusionen als solche verstanden werden, könnte man einsehen:
Diese Welt ist eine ungeeignete Lösung für ein nicht existierendes Problem!“

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